Halbmarathon Landesmeisterschaft 2019

Da ich voller Vorfreude nun endlich vor meinem nächsten Halbmarathon stand, nutzte ich die Gelegenheit nochmal demütig zurückzublicken. Meinen allerersten Halbmarathon (mein zweiter Volkslauf überhaupt) bin ich am 16. Mai 2010 in Schwarzenbek gelaufen. Damals bin ich stolzer sechster in 1:35:00 h geworden. Seitdem bis zum heutigen Tag gehört der Halbmarathon definitiv zu meinen Lieblingslaufdistanzen, worauf man erstmal nicht unbedingt kommen würde, wenn man sich die Wettkämpfe meiner letzten Jahre ansieht. Meinen letzten offiziellen Halbmarathon bin ich 2017 bei den Landesmeisterschaften in Lübeck gelaufen, der vorletzte liegt nunmehr bald 4 Jahre zurück (August 2015). Im letzten Jahr habe ich noch in Grömitz den als Halbmarathon ausgeschriebenen Lauf freudig mitgenommen (welcher allerdings nicht akkurat geschweige denn amtlich vermessen ist und ein paar 100 Meter zu kurz ist).

Wie auch immer, was mir am Halbmarathon gefällt ist im Grunde schnell gesagt: Das Tempo ist nicht so unangenehm wie über 10 km oder weniger und die Länge ist wesentlich zuträglicher als zum Beispiel beim Marathon. 10-Meilen-Läufe schlagen übrigens in dieselbe Kerbe, sind aber doch recht selten (Die einzigen, bei denen ich war, waren im Rahmen des Airport Runs in Hamburg im September). Seit Schwarzenbek habe ich die 21,0975 km (+/-) glaube ich 13 Mal unter die Füße genommen. 9 Mal davon bin ich in unter 80 Minuten ins Ziel gekommen. Der nächste Streich sollte dann am 11. Mai in Itzehoe erfolgen.

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10-Km-Straßenlauf LM 2019

Wie jedes Jahr findet am 1. Mai der Kaltenkirchener Stadtlauf statt, in diesem Jahr die 30. Ausgabe. Wie schon 2014, 15 und 17 findet auch dieses Jahr hier im beschaulichen Örtchen im Kreis Segeberg wieder die Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft im 10-km-Straßenlauf statt.

Mein Training meiner letzten Wochen war irgendwo zwischen strukturiert und nach Lust und Laune. Für die Struktur sorgt in erster Linie das regelmäßige Schwimmtraining mit dem Verein und der Track Tuesday (Tempolaufprogramme unter Anleitung von Detlev). Im restlichen Wochenverlauf probiere ich dann noch häufig noch 1-3 Einheiten auf dem Rad zu absolvieren, allerdings selten viel mehr als 60K, dafür aber mit einem relativ hohen intensiven Anteil. Dem gegenüber steht die Lust und Laune, was sich unter anderem in der 300-km-Tour 12 Tage vor dem Stadtlauf äußert. Vor 3 Tagen durfte ich zudem auch im Rahmen einer Staffel die letzten 10 km des Hamburg Marathons laufen. Wer hätte da nein sagen können? Abgesehen von Kälte und viel zu viel Regen an jenem Tag hatten wir großen Spaß!

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Ostseetour 2019

Pfingsten 2017: Es ist 5 Uhr am Morgen und es regnet wie aus Eimern. Ich fahre die Straße runter zu Tim, denn heute wollten wir unser großes Vorhaben in die Tat umsetzen und eine 300-km-Tour in Angriff nehmen, doch der Regen nimmt noch zu und die Wetterprognose zeigt, dass die Regenwolken uns verfolgen würden. Somit blasen wir die Tour ab und starten am Mittag zu einer etwas kleineren Tour mit einem Abstecher auf den Bungsberg (mit 167 Metern die höchste Erhebung Schleswig-Holsteins) und für ein Eis in Grömitz.

Im August starten wir einen zweiten Versuch und ziehen es durch. Es war episch! Lübeck, Puttgarden, Rödby, Gedser, Rostock, Wismar, Lübeck - so die "Eckepfeiler" dieser Tour. Start im Dunkeln, Ankunft im Dunkeln, zwischdurch ein Sturz mit Rippenprellung, aber angekommen. Diese Geschichte steht allerdings auf einem anderen Blatt... Datenaufzeichnung von damals: Ostseetour 2017

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6 Monate nach Hawai'i

Heute vor genau 6 Monaten befand ich mich in wieder in Luft. Hinunterblickend auf die Insel, die von hier aus gesehen auf der anderen Seite der Welt liegt, zu der ich geflogen bin, um mich vom "Mythos Hawaii" selber überzeugen zu können. Was ist seitdem passiert? Nun, einige Dinge haben sich verändert, andere sind geblieben. Erfolg ist nicht immer geradlinig, in keinem Bereich des Lebens. Allgemeingültige Floskeln die jeder kennt... Aber so ist es nun mal.

Wie ging es nach Hawaii weiter? Die erste Woche nach der Ironman Weltmeisterschaft war erstmal komplett trainingsfrei. Kein Schwimmen, Radeln, Laufen oder Alternativsport. Die Woche drauf ging es dann zunächst erstmal wieder ins Wasser, später auch aufs Rad. Die dritte Woche nach dem Ironman Hawaii ging es dann auch schon langsam wieder mit dem Laufen los und ich habe die ersten richtigen Trainingseinheiten wieder durchgezogen. So kam ich dann mal mehr mal weniger wieder in den Fluss.

 

Was sich zur letzten Saison geändert hat, ist dass ich meine Trainingssteuerung wieder im Wesentlichen selber in die Hand nehme. Dabei hangel ich mich an gewissen Leitgedanken entlang: 80-90% des Rad- und Lauftrainings finden in der Regel deutlich unterhalb der geschätzten Stundenschwelle statt, 10-20% hingegen deutlich drüber. Wettkämpfe werden in aller Regel ungefähr in diesem Bereich durchgeführt, das lässt sich nicht vermeiden, bringt einen aber auch sicher in Maßen weiter. Ein toller Satz (sinngemäß wiedergegeben) ist, das was man erreiche, wenn man (zu viel) im Schwellenbereich trainiere, langfrsitig keine Verbesserung ist sondern eher eine Kultivierung der Grenzen.

Was unverändert ist, ist dass das Schwimmtraining wieder fest in den Händen unseres Vereinstrainiers Detlev ist. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung nicht nur als Schwimmtrainer sondern auch als Leichtathlet bitte ich ihn nun auch häufiger um Rat, wenn es um das Lauftraining geht. Das ist neu verglichen mit letzter Saison. Eine der Schlüsseleinheiten beim Laufen ist somit auch von Detlev vorgegeben. Erste Erfolge haben sich dadurch bereits eingestellt. Auch ein Trainingslager habe ich bereits hinter mich gebracht, wenn auch etwas widerwillig, habe ich mich dann doch irgendwann entschlossen, Simon Ende Februar bis Anfang März nach Mallorca zu folgen, nach 2016-2018 war es das vierte Mal in dieser Form.

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Jahresrückblick 2018

2018 - Ein spannendes Jahr! Wie immer mit Höhen und Tiefen in allen Lebensbereichen, wobei in diesem Jahr eindeutig das Positive überwogen hat. 2018 war für mich unterm Strich ein wirklich gutes Jahr. Dafür bin ich sehr dankbar, im folgenden will ich mich aber ein mal mehr aufs sportliche Beschränken.

Dieses Jahr habe ich erstmals jemanden konsultiert, der mich mit Trainingsplänen versorgt hat. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die eher verhaltenen Leistung im Jahr zuvor. Außerdem tut Veränderung gut und Vorgaben zu erfüllen, die nicht von einem selbst kommen, bergen eine neue Art von Motivation. Dieser jemand war Daniel Wienbreier aufs Wolfsburg, für mich persönlich je nach Saisonergebnissen Engel oder Sündenbock (zum Glück eher ersteres ;-)). Das Schwimmtraining war wiederum nach wie vor in Form von Vereinstraining zu gut 70% fest in den Händen Detlevs, dem besten Schwimmtrainers der Welt. Als Saisonhöhepunkt galt für mich der Ironman Hamburg Ende Juli mit dem konkret formulierten Ziel: WM Qualifikation. Hier ein paar Eckdaten aufgedröselt in Schwimmen, Radeln und Laufen:

 

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Hawai'i 2018

Nach langer Zeit endlich gibt es den Anlass, das über 3 Jahre zusammengesparte Geld wieder zurück in den ewigen Kreis der Finanzwelt zu bringen: Die Ironman Weltmeisterschaft über die klassische Distanz im Triathlon: 3,86 km schwimmen im offenen Meer, 180,2 km alleine gegen den Wind (dazu später mehr) durch eine möglichst triste Landschaft radeln und, wenn man dann schon mal warm ist, noch ein Marathon als Absacker. 3 Jahre lang Öttinger statt Schampus und Wein aus Tetrapacks statt aus schnieken Glasflaschen oder gar Gläsern, aber so viel sei vorab verraten: Der Spaß hat sich gelohnt!

Nachdem ich mich Ende Juli am nahegelegenen Jungfernstieg in Hamburg qualifizieren konnte, darf ich dieses Mal eine etwas weitere Reise antreten, denn vor circa 40 Jahren kamen ein paar Schnapsdrosseln auf die wahnwitzige Idee ein Multisportevent auf die Beine zu stellen, das möglichst weit weg von meinem jetzigen Wohnort ausgetragen werden sollte, so oder so ähnlich fiel die Wahl dann auf Hawai'i. Danke dafür...
Da ich im Gegensatz zu den meisten Triathleten Geduld zu meinen Stärken (oder Schwächen?) zählen darf, fiebere ich allem voran bereits der etwa 28 stündigen Anreise entgegen. Begleitet von meiner teuersten Yvi und meinem treuen Kumpanen Corni genieße ich die Reise, während meine Begleiter sie eher ertragen. Ich lese die kürzlich erschienene Bio meines Namensvetter sowie die aktuelle Ausgabe der Triathlon, in der sogar meiner Wenigkeit ein Absatz mit Bild spendiert wurde (Vielen Dank!^^), vertreibe mir die restliche Zeit mit Filmen oder dem Blick aus dem Fenster, und die Zeit über den Wolken vergeht - wie sollte es anders sein - wie im Fluge *Ba dum tss*.

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Ironman Hamburg 2018 - Kona Baby!

"Jan, hör mir gut zu, du hast noch 2 Minuten Vorsprung auf 4". Diese Information nehme ich irgendwo zwischen benebelt und hoch fokussiert war. Noch 2 Kilometer bis zur Finishline, einfach nur laufen, fang bloß nicht an zu gehen, bloß nicht gehen, einfach laufen. Wie in aller Welt bin ich nur in diese verzwickte Situation geraten?

 

Der Tag beginnt ganz entspannt um 3 Uhr... nachts. Wie immer wird die Routine abgespult: Erst Herd an, der gefühlt 10 Minuten braucht um warm zu werden, dann Haferflocken mit Hafermilch, Zimt und einer halben pürierten Banane mischen, das ganze mit ein paar frisch gerösteten Nüssen, einem halben gewürfelten angebratenen Apfel und Datteln toppen. Dazu ein schwarzer Kaffee aufgebrüht mit frisch gemahlenen Bohnen - Absolut obligatorisch, der eine oder andere wird wissen warum. Ehe ich mich versehe, befinde ich mich knapp 60 Kilometer weiter südwestlich am Jungfernstieg.

 

Der heutige Ironman soll, wie vor 2 Tagen bekanntgegeben wurde, als Duathlon ausgetragen werden. Grund dafür war durch die für nordische Verhältnisse enorme und lang andauernde Hitze, die der Blaualgenpopulation besonders zugesagt hat. Wie auch immer: 6 km laufen statt 3,8 km schwimmen, bevor es wie gewohnt weiter geht. Schade, aber für mich persönlich könnt's schlimmeres geben.

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Dresden Marathon 2017

Nachdem die Ergebnisse der Triathlonsaison eher suboptimal waren und ich besonders mit meiner Laufleistung nicht ganz einverstanden war, wollte ich es am Ende nochmal wissen. Nachdem das Saisonhighlight, der Ironman Germany, gelaufen war habe ich das Rad nur noch für Schönwetterausfahrten rausgekramt und mich mehr dem Laufen zugewandt. Dabei kamen ein paar schöne "Sonntagsläufe" zustande (meistens nicht an Sonntagen, aber irgendwie find ich den Terminus trotzdem schön) und eine Menge zügige Dauerläufe und Tempowechselläufe. Worauf ich komplett verzichtet hab war das klassische Tempotraining à la 200er/400er/evtl. 1000er auf der Bahn - Mir war einfach nicht danach. In der unmittelbaren Marathonvorbereitung habe ich mir noch 2 Wettkämpfe rausgesucht: Den 10-km-Lauf in Neumünster (schnelle Strecke, schöne Veranstaltung und nah) so wie die Halbmarathon-Landesmeisterschaft direkt vor der Haustür.
Meine Prämisse für die Marathonanmeldung war zunächst: Wenn ich Neumünster unter 35 Minuten bleiben sollte und es sich "gut" anfühle, melde ich mich an. Nun, mit einer 34er-Zeit hat es hingehaun, aber nach Laufen hat sich die 2. der 5-km-Runden definitiv nicht angefühlt, daher war ich danach erstmal zögerlich. Nachdem der Halbmarathon eine Woche später aber einfach nur fantastisch lief (1:16:27 h und ein absolut gleichmäßiges Tempo, super Laufgefühl und elitäre Begleitung durch Udo (Gruß ^^v)), gingen mir die Ausreden aus, und ich meldete mich für Dresden an, buchte die günstigste Zugfahrt und Unterkunft, die ich noch kriegen konnte.

 

Hier einmal mein längster Lauf, meine vermutlich härteste Einheit im Vorfeld sowie die beiden erwähnten Wettkämpfe:

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Sonntagsläufe

Man soll das beste aus seiner Situation machen. Welche Vorteile hat zum Beispiel meine Wohnlage? Ein kurzer Weg zur Arbeit, ein noch kürzerer Weg zur nächsten Eisdiele, Vorteile aus sportlicher Sicht sind sicher der nur 1 km lange Laufweg zur Wakenitz, sowie gut 1 km zum Kanal, 1/2 km bis zum  verkehrsberuhigten, angenehm asphaltierten Anfang der Hausradstrecken, auch der Weg zur Schwimmhalle beschränkt sich auf 15 Minuten Fahrradanfahrt.
Und sonst so? Ich wohne fast genau in der Mitte zwischen 3 Bahnhöfen, 2.5 km zum Hauptbahnhof, 2 km zum Bahnhof Hochschulstadtteil, 1.5 km zum Bahnhof St. Jürgen und genau dies hab ich mir in den letzten paar Tagen zu nutze gemacht. Nach meinem Scheitern beim Ironman Frankfurt, ist nun etwas die Luft raus, um strukturiertem oder intensivem Training nachzugehen. Was erstmal den Vorrang hat, ist es den Kopf freizukriegen. Somit hab ich in den vergangenen acht Tagen nachgesehen, aus welcher Richtung der Wind bläst, mir 10 Euro und meine Bahncard eingesteckt, bin zu einem der 3 Bahnhöfe (je nach Windrichtung) gelaufen, hab mich in den Zug gesetzt, bin ein paar Stationen gefahren und anschließend (zwischen 32 und 38 Kilometer) mit dem Wind nach Hause gejoggt. Dies ist dabei raus gekommen:

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Ironman Germany 2017

Für das Saisonhighlight dieses Jahres am Sonntag den 9. Juli stehe ich um 3:30 Uhr auf um mein Frühstück, Haferbrei mit pürierter Banane, 3 Stunden vor dem Start einzunehmen. Untergekommen bin ich in Rodgau, bei einem damaligen Schulfreund, dessen Gastfreundschaft mir Obdach für die Zeit in der Nähe von Frankfurt ermöglicht. Es ist noch dunkel, ich bin noch müde, dennoch bin ich guter Dinge, das dieser Tag ein besonders schöner werden könnte. Auch in dieser Saison habe ich mich gewissenhaft auf diesen Wettkampf vorbereitet, so liegen jede Menge Radausfahrten über 100 km und eine Menge Laufeinheiten über 20 km hinter mir. Auch beim Schwimmen war ich zuversichtlich, dass ich im Falle von Neofreigabe unter eine Stunde schwimmen könnte. Allerdings verlief die langfristige Vorbereitung alles andere als perfekt. Ich habe recht planmäßig und eifrig trainiert, aber mit Plan zu trainieren, heißt leider nicht, dass sich ein Erfolg einstellt. Teilziele, wie im Winter einmal eine Stadionrunde unter 60 Sekunden zu laufen - verfehlt, im Frühling eine 10 Kilometerbestzeit laufen - weit verfehlt, mich an die 5-Minuten-Marke über 400-Meter-Freistil-Schwimmen rantasten - gescheitert. Lediglich im Radfahren konnten ein paar Fortschritte gemacht werden, allerdings auch keine riesen Sprünge. Nun ja, dennoch ist das Ziel für den entscheidenden Tag ganz klar definiert: Einen Slot für die Ironman WM in Hawaii ergattern.

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